Die Planze Jojoba

Jojoba ist eigentlich ein indianischer Name

Ein Strauch, der in der Wüste gedeiht und seinen Namen von den Ureinwohnern geerbt hat, das ist die Jojoba-Pflanze. Die Pagagos Indianer aus Mexiko gaben dem Gewächs die Benennung “ho-Ho-ba”, aus dem sich der gegenwärtig bekannte Name ableitete. Gegen Trockenheit äußerst resistent und immergrün wächst dieser Busch vorzugweise und ursprünglich in der Sonorawüste im heutigen Mexiko. Temperaturen von über 40 Grad Celsius sind für die Simmondsia chinensis, wie der Strauch mit wissenschaftlichem Namen in den botanischen Tafeln zu finden ist, überhaupt kein Problem. Auch gegen kurzfristigen Nachtfrost sind die Stängel und Blätter widerstandsfähig genug, um nicht sofort zu Schaden zu kommen.

Wann und was wird beim kultivierten Anbau geerntet?

Bereits 36 – 60 Monate nach der Aussaat können die Früchte erstmalig geerntet werden. Im professionellen Anbau erwirtschaftet eine Staude anfänglich bis zu einem halben Kilogramm Nüsse. Nach 10 – 12 Jahren steigt der Ertrag bis auf 4 Kilogramm pro Busch und im Alter von 25 Jahren kann ein einziger Jojoba-Strauch mehr als 12 Kilogramm Ausbeute einbringen. Die Ernte wird sowohl von Hand als auch maschinell durchgeführt. Das kostbare, in den Nüssen enthaltene Öl ist aus fachlicher Sicht betrachtet eher ein Wachs, welches in den Früchten zu über 50 Prozent verfügbar ist. Es hat einen Schmelzpunkt von 7 Grad Celsius. Ein Jojoba Gewächs kann bis zu 200 Jahre lang wachsen und einen wirtschaftlichen Ertrag bringen.

Im Plantagenanbau, ohne den die weltweite Nachfrage nach dem pflegenden Wachs nicht gedeckt werden könnte, sind die Sträucher in Hecken gepflanzt. Diese Anbauart dient sowohl der optimierten Schädlingsbekämpfung als auch der Ernte mit technischer Unterstützung.

Nutzen und Wirkung des Jojoba Extraktes

Die in hoher Konzentration enthaltenen Vitamine A und E erlauben speziell die Anwendung in der pflegenden Kosmetik. Jojobaöl schützt die Haut vor dem Austrocknen und muss in der Benutzung lediglich sparsam aufgetragen werden. Im Gegensatz zu anderem Cremes oder Salben hinterlässt Jojoba keinen fettenden Film auf der behandelten Oberfläche und zieht trotzdem wirkungsvoll in tiefere Hautschichten ein.

Auch für die Haarpflege wird es gern genutzt. Sowohl diverse Shampoos als auch Pflegekuren sind mit dem Extrakt der Früchte der Wüstenpflanze angereichert. Der naturgemäß integrierte Lichtschutzfaktor in der Stärke von 3 – 4 macht das Öl auch bei den Herstellern von Cremes und Lotionen gegen UV Licht überaus beliebt. Insbesondere der ausdrückliche Hinweis auf die natürliche Schutzfunktion wird gern und zurecht für werbende Zwecke benutzt. Jojoba Produkte sind zudem ohne Konservierungsstoffe jahrelang haltbar und werden nicht ranzig.

ARNDT