Jojoba – Das “flüssige Gold” für die Haut

Die pflegende Wirkung dieser Pflanze war schon den Indianern bekannt

Noch heute leben die mexikanischen Papago Indianer in den Bergen und Tälern der Sonora Wüste. Sie waren es, die dem Jojoba Strauchgewächs seinen Namen gaben. Die Wüstenbewohner des heutigen Bundesstaates Arizona und Mexikos nannten die Staude, mit dem wissenschaftlichem Titel „Simmondsia chinensis“ in ihrer eigenen Sprache „ho-Ho-ba“. Gemeint ist damit ein nelkenartiges Nutzgewächs, welches im Durchschnitt zirka 250 Zentimeter in der Höhe erreicht. Einige Exemplare schaffen selbst eine Höhe von 4 Metern.

Ertrag und Haltbarkeit

Zur Gewinnung des Jojoba Öles werden ausschließlich die, in der Regel aus der Saat bestehenden, gekapselten Früchte verwendet. Diese Samen sind nach etwa einem halben Jahr so groß wie eine Olive und enthalten ein fetthaltiges Wachs. Nachgewiesene Inhaltsstoffe sind das Provitamin A und die Vitamine E und F. Die einer Nuss ähnelnden Saatkerne des Jojobastrauches besitzen einen 50-prozentigen Anteil der wertvollen Bestandteile. Da der Extrakt der Jojoba-Kerne einen Schmelzpunkt von nur 7 Grad Celsius besitzt, handelt es sich dabei um das einzige, in der Natur vorkommende, flüssige Wachs. Im Gegensatz zu fettenden Ölen wird es auch auf Dauer nicht ranzig und ist ohne Konservierungsstoffe bis zu 10 Jahre lang haltbar.
Da die Jojoba Pflanze inzwischen auf Plantagen angebaut wird, ist neben der kosmetischen Anwendung auch die industrielle Nutzung geplant. Der Wachsextrakt dient als Grundlage für Schmiermittel und als Basisstoff für Polituren aller Art. Die Produkte sind überaus temperaturbeständig und im Gegensatz zu Pflanzenölen verharzen und oxidierten Jojoba Erzeugnisse nicht.

Verwendung in der pflegenden Kosmetik

Durch die Eigenschaft der besonders günstigen Auftragsgeschmeidigkeit und des langsamen Eindringens wurde Jojoba rasch zu einem nicht mehr wegzudenkenden Pflegeprodukt für die Haut. Die positiven Wirkungen beruhen unter anderem darauf, dass die Verwendung von Konservierungsstoffen gänzlich ausbleiben kann und das goldgelbe Flüssigwachs somit ausschließlich auf natürlicher Grundlage Anwendung findet.

Bei rauer oder spröder Haut genügt schon der Auftrag einer geringen Menge des ergiebigen Öls. Da die Jojobaextrakte zwar rasch einziehen, aber trotzdem langfristig wirken, wird die Haut auf Dauer geschmeidig und samtig. Der Feuchtigkeitsgehalt wird auf natürliche Weise reguliert und der Säureschutzmantel kann sich dadurch selbstständig erhalten oder regenerieren. Durch die Zuführung von Feuchtigkeit kann Jojoba in cremiger Form ferner zur Vorbeugung gegen Falten entgegenwirken.

Die Erzeugnisse zum Auftragen auf die Hautoberfläche sind mit einem natürlichen Lichtschutzfaktor in der Größenordnung von drei bis vier ausgestattet. Unter anderem findet der Extrakt dieser Pflanze vielfältig Anwendung in Haarpflegemitteln wie Shampoos oder Kuren.